-HER KARANLIĞIN BAĞRINDA BİR FECR SAKLI- "İM JEDEN DUNKELHEİT VERSTECKT EİN SONNENAUFGANG "

-EİNE FRAGE ÜBER QUR’AN-

الحمد لله، والصّلاة والسّلام على رسول الله

Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Erbarmers

Alles Lob  gebührt Allah, und Ehre und Heil auf dem Gesandten Allahs

Der folgende Text ist die Antwort auf die Frage einer Besucherin von islamhouse.com. Ihre Frage lautete:

“Seit längerem beschäftige ich mich mit dem Koran und mit dem Leben von Muhamed. Beim Lesen haben sich für mich einige Fragen ergeben. Wer ist für die Fassung, also für die Zusammensetzung des Koran, verantwortlich? Denn die Verse hat Muhamed ja nicht so von Allah erhalten, also in dieser Reihenfolge, wie sie im Koran stehen. Und warum wurden die Suren in dieser Reihenfolge angeordnet? Bisher konnte ich noch keine passende Antwort finden. Ich hoffe, dass Sie meine Fragen ernst nehmen und mir antworten werden.”

Der Qur’an ist dem Propheten Muhammad (Ehre und Heil auf ihm) in einem Zeitraum von 23 Jahren nach und nach von Allah offenbart worden. Die Offenbarung des Qur’an mittels des Engels Jibriil (Gabriel) begann im Monat Ramadhan, als der Prophet (Segen und Heil auf ihm) 40 Jahre alt war.

Die Verse des Qur’an wurden Muhammad (Ehre und Heil auf ihm) von Allah unter anderen auch aus folgenden Gründen nach und nach und in Abschnitten offenbart:

·        Die Verse des Qur’an wurden oft passend zu bestimmten und oft auch schwierigen Situationen herabgesandt. Auf diese Weise verliehen sie dem Gesandten Allahs (Ehre und Heil auf ihm) und seinen Gefährten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen) Rechtleitung und Standhaftigkeit.

·        Die Stückweise Offenbarung der Verse erleichterte es den Gefährten des Propheten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen), das Wort Allahs, den Qur’an, auswendig zu lernen, ihn richtig zu verstehen und in ihrem Leben praktisch umzusetzen.

·        Die Stückweise Offenbarung der Verse brachte eine erhöhte Aufmerksamkeit der Menschen für das Wort Allahs mit sich. So erwarteten selbst die Nicht-Muslime gespannt die Offenbarung, wenn sich etwas besonderes Ereignet hatte. So wurde der Qur’an von den Menschen sehr aufmerksam und genau aufgenommen.

·        Ein weiterer Grund für die stückweise Offenbarung war die Stufenweise Anpassung der Regeln und Gesetze Allahs (Sharii’a). Allah der Erhabene hat die gesamte Schöpfung und so auch die Menschen erschaffen. Daher weiß Er am besten, dass die Menschen alte und von ihren Vorvätern übernommene Traditionen und Handlungsweisen nicht von einem Tag auf den anderen ändern können. Daher kam die Gesetzgebung Allahs –wie beispielsweise das Verbot von Berauschendem- schrittweise.

Zur Zeit des Propheten Muhammad (Ehre und Heil auf ihm) war das Schreiben unter den Arabern noch nicht sehr weit verbreitet. Die mündliche Überlieferung überwog. Dies hatte auch eine Schärfung des Gedächtnisses der Menschen zur Folge, welches es ihnen ermöglichte, selbst sehr lange Texte wortgetreu zu überliefern. Dies bestätigen unter anderem die vielen, teilweise sehr langen arabischen Gedichte, die mündlich sogar aus vorislamischer Zeit überliefert wurden. Vor allem bei der Überlieferung von Gedichten war eine exakte und wortgetreue Wiedergabe unabdingbar, da die arabische Dichtung festen Regeln im Aufbau der Verse folgt, was sich auf jedes einzelne Wort auswirkt.

So wurde auch der Qur’an von den Gefährten Muhammads (Allahs Wohlgefallen auf ihnen) Wort für Wort auswendig gelernt und mündlich weitergegeben. Jedoch wurden die Verse des Qur’an auch von einigen, die des Schreibens kundig waren, auf allem möglichen, was sich zum Schreiben eignete, niedergeschrieben.

Nach dem Tod des Propheten (Segen und Heil auf ihm) wurde Abu Bakr As-Siddiiq (Allahs Wohlgefallen auf ihm) zum Amiiru-l mu’miniin, zum Führer der Gläubigen bestimmt. Er war es, der befahl, die niedergeschriebenen Verse des Qur’an zu sammeln. Es war ‘Umar ibn Al-Khattab gewesen, der Abu Bakr (Allahs Wohlgefallen auf ihnen) zu diesem Schritt veranlasste, nachdem in der Schlacht von Al-Yamaamah eine Anzahl derer, die den gesamten Qur’an auswendig rezitieren konnten, getötet wurden.

Der Qur’an war nun offiziell vollständig und in niedergeschriebener Form verfügbar und unter der Obhut von Abu Bakr As-Siddiiq (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Er unterscheidet sich seit dieser Zeit bis heute in keinem Buchstaben von der Offenbarung, die Muhammad (Ehre und Heil auf ihm) erhalten hatte und die von seinen Gefährten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen) auswendig gelernt und weitergegeben wurde.

Nach dem Tod Abu Bakrs wurde dieser Mushaf (der niedergeschriebene Text des Qur’an) bei seinem Nachfolger ‘Umar ibn Al-Khattaab aufbewahrt und nach dessen Tod bei Hafsa, seiner Tochter (möge Allahs Wohlgefallen auf ihnen allen ruhen).

Als nach dem Tod ‘Umars, des zweiten Khaliifa (politisches Oberhaupt der Muslime), ‘Uthmaan ibn Al-‘Affaan zum Führer der Gläubigen bestimmt wurde, war die Ausbreitung des islamischen Einflussgebiets schon weit vorangeschritten. Immer mehr Menschen der unterschiedlichen Völker nahmen den Glauben Allahs, den Islam, an. So wurde auch der Qur’an von immer mehr Menschen rezitiert, deren Muttersprache nicht die arabische war. ‘Uthmaan (Allahs Wohlgefallen auf ihm) fürchtete, dass es ob unterschiedlicher, offenbarter und erlaubter Leseweisen des Qur’an durch die Unwissenheit vor allem der Nicht-Araber über diese zu Spaltungen unter den Muslimen kommen könnte. Er befürchtete ausserdem das Einbringen von nicht-überlieferten und falschen Leseweisen und eine Verfälschung des Qur’an durch solche.

So befahl er einigen der bekanntesten Qur’angelehrten unter den Gefährten des Propheten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen), die Lese- und Schreibweise des Qur’an zu vereinheitlichen und in einem Buch (Mushaf) zusammenzufassen. Die Kapitel (Suar) des Qur’an wurden in diesem Mushaf so angeordnet, wie es diesen auserwählten, gelehrten Gefährten des Propheten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen) angebracht schien. Dieser Mushafwurde dann vervielfältigt und in alle Regionen als verbindliche Niederschrift des Qur’an versandt.

Die Niederschrift des Qur’an, die von ‘Uthmaan (Allahs Wohlgefallen auf ihm) veranlasst wurde, ist bis heute die meistverbreiteste Qur’an-Schrift unter den Muslimen.

Die Anordnung der einzelnen Kapitel des Qur’an (Suar) wurde vom Propheten Muhammad (Ehre und Heil auf ihm) nicht festgelegt. Somit ist keine bestimmte Anordnung der Suar verbindlich. Deshalb ist es entsprechend der islamischen Gesetzgebung und Regeln (Sharii’a) erlaubt, die Kapitel des Qur’an in unterschiedlicher Reihenfolge zu rezitieren oder niederzuschreiben.

Die Anordnung der einzelnen Verse (Aayaat) innerhalb eines Kapitels jedoch wurde vom Propheten (Segen und Heil auf ihm) bestimmt und festgelegt. Deshalb ist es nicht erlaubt, die Verse innerhalb eines Kapitels des Qur’an in abweichender bzw. unterschiedlicher Reihenfolge zu rezitieren oder niederzuschreiben.

Natürlich ist auch die Reihenfolge der Worte innerhalb eines Verses festgelegt und darf nicht verändert werden.

Weiterhin versteht sich von selbst, dass dem Text des Qur’an nichts hinzugefügt und nichts von ihm weggelassen werden darf.

Der Qur’an ist das, was als Qur’an dem Propheten Muhammad (Ehre und Heil auf ihm) in arabischer Sprache offenbart wurde.

Das wirkliche Wunder des Qur’an –gerade im sprachlichen Bereich- sowie das Wunder seiner Klarheit und Kraft offenbart sich so allein und ausschliesslich in der arabischen Sprache, in der er herabgesandt wurde. Eine Übersetzung des Qur’an kann allenfalls einen winzigen Bruchteil seiner Bedeutung wiedergeben und ist somit nicht als “Qur’an” aufzufassen. Folglich gibt es keinen englischen, deutschen, chinesischen etc. Qur’an.

Auch aus diesem Grund ist es gemäß den islamischen Regeln und Gesetzen eine Pflicht (Waajib oder Fardh) für jeden Muslim, die arabische Sprache entsprechend seinen Möglichkeiten zu erlernen.

Der Qur’an ist nachweislich das einzig verbliebene Original der Botschaften Allahs an die Menschen. Er wurde nie verfälscht und er wird nie verfälscht werden. Allah der Erhabene sagt


“Gewiß, Wir (Allah) sind es, die Wir die Ermahnung (den Qur’an) herabgesandt haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.” (Qur’an 15: 9)

Und Er sagt:


“Und es (der Qur’an) ist fürwahr ein mächtiges Buch, (41) an das das Falsche weder von Vorn noch von Hinten herankommt, herabgesandt von einem Allweisen und Lobenswürdigen.” (Qur’an 41: 41-42)

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